
|
 |
|
|

 |
| |
|
|
 |
Festivals and Awards 2001

|
|
 |
| |
Freedom Film Festival Poster by
Wiktor Sadowski © American
Cinema Foundation |
| |
|
| |
FILM NOTES / DIE FILME
ENGLISH |
| |
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
Abschied / The Farewell
Deutschland (2000)
Über den Film
An einem der letzten Tage eines ungewöhnlich heißen Sommers,
kurz vor seinem Tod im Jahr 1956, ist Bertolt Brecht in seiner Villa am
Seeufer in der Nähe der brandenburgischen Stadt Buckow
nördlich von Berlin von engen Freunden und ehemaligen Geliebten
umgeben. In Kürze wird er zur neuen Saison des Berliner Ensembles
aufbrechen. Aber zunächst möchte er seine Vergangenheit Revue
passieren lassen, über den derzeitigen politischen Aufruhr wegen
Stalins Tod nachdenken und auf seine Rolle als einflussreicher
Dramatiker zurückblicken. Seine Frau Helene Weigel ist anwesend,
ebenso seine Tochter Barbara Berg, seine Ex-Geliebte Ruth Berlau,
seine neueste Flamme Käthe Reichel und der Dissident Wolfgang
Harig. Im Lauf des Tages, "von sieben Uhr morgens bis fünf Uhr
nachmittags", verwandelt sich die friedliche Szene in einen
Hexenkessel der Gefühle, und Brecht findet sich im Mittelpunkt der
Auseinandersetzung. Regisseur Jan Schütte sagt: "Es ist eine
erfundene, aber gleichzeitig authentische Geschichte. Wir möchten
die Situation eines großen Schriftstellers darstellen, der in
seinem privaten, politischen und künstlerischen Leben auf
zahlreiche Schwierigkeiten gestoßen ist."Ron Holloway
Filmographie des Regisseurs
Jan Schütte wurde 1957 in Mannheim, Deutschland, geboren und
studierte in Tübingen, Zürich und Hamburg Literatur und
Philosophie. Er arbeitete als Pressefotograf und beim Fernsehen, bevor
er 1992 seinen ersten Film drehte, eine Dokumentation mit dem Titel
"Ugge Bärtle-Bildhauer". Seit 1998 Mitglied des
Hamburger Filmbüros, besitzt er seine eigene Produktionsfirma und
hat an der Ludwigsburger Film-Akademie gelehrt. Zu seinen Filmen
zählen: Da ist nirgends nichts gewesen außer hier
(1983), Eigentlich wollte ich ja nach Amerika
(1984), Dragon Chow (1987), Lost in
America (1988), Winkelmann's Journey (1990),
Nach Patagonien (1991), Bye Bye America
(1994), Voyage Into the Innermost of Vienna
(1995) und Fat World (1998).
|
|
93 Min., Farbe, 35mm
Deutsch
Regie: Jan Schütte
Drehbuch: Klaus Pohl
Kamera: Edward Klosinski
Musik: John Cale
Schnitt: Renate Merck
Produzenten: Gesche Carstens, Henryk Romanowski, Jan
Schutte
Produktion: Novoskop Film
GmbH/WDR/ORB/SWR/ARTE, und Studio Babelsberg
Independents/Arthur Hefer
Darsteller: Josef Bierbichler, Monica Bleibtreu, Margit
Rogall, Jeanette Hain, Samuel Fintzi, Elfriede Irrall
Kontakt: Wolfram Skowronnek, Cinepool/Telepool
Sonnenstrasse 21, 80331 Münich, Germany
Telephone: 49 89 55 87 60
Fax: 49 89 55 87 61 88
Email: skowronnek@telepool.de |
|
| |
|
|
Brother 2 / Brat 2
Russland (2000)
Über den Film
Einst der sicherste (Polizei-)Staat Europas, wird das
heutige Russland nur zu oft als düstere Hochburg des Verbrechens
dargestellt. Es war nur eine Frage der Zeit, bis ein fiktiver
Anti-Held in den Moskauer Schlagzeilen auftauchte und das
Kinopublikum der Welt verblüffte. Alexej Balabanows
"Brother" (1997), ein Kassenschlager in Russland, der
vom westlichen Publikum erst jetzt auf Filmfesten und DVD entdeckt wird,
könnte zu der Art von Kultfilm werden, die eine Legende erschafft.
"Brother 2" setzt die Abenteuer von Danila Bagrow (Sergej
Bodrow Jr.) fort, einem täuschend unschuldig aussehenden und
scheinbar strebsamen jungen Mann, der seine bemerkenswerte Energie und
seinen Erfindungsgeist ganz darauf konzentriert, seine unzähligen
kriminellen Feinde zu vernichten. Der erste Film führte ihn von St.
Petersburg nach Moskau. Nun stehen Danila Bagrows Talente vor einer
neuen Herausforderung - Amerika. Wie bei dem Helden in Kubricks
"Uhrwerk Orange" bewundert man widerwillig Danilas knallharte
Unverfrorenheit und seinen körperlichen Wagemut, obwohl seine
sorglose Amoralität und sein lose am Abzug sitzender Finger einem
das Blut in den Adern gefrieren lassen. Die Gewalt ist so stilisiert wie
in einem Jackie-Chan-Film; nur wenige Unbeteiligte geraten ins
Kreuzfeuer und kratzen an der wachsenden Sympathie für den jungen
Bagrow. Mehr als nur kühle, witzige Unterhaltung, treffen die
"Brother"-Filme interessante und wahre Aussagen über
das Leben im post-kommunistischen Russland, ebenso wie "Der
Pate" einiges über das Amerika der Nachkriegszeit zu sagen
hatte.
Filmographie des Regisseurs
Der 1959 in Swerdlowsk geborene Alexej Balabanow schloss 1981sein
Fremdsprachenstudium an der Gorki-Universität ab. Von 1983 bis
1987 arbeitete er im Swerdlow-Filmstudio als Regieassistent. 1990
beendete er sein Studium an der Hochschule für Drehbuchautoren und
Regisseure in Moskau. Sein professionelles Debüt hatte er als
Co-Autor des Drehbuchs für Border Conflict
(1991) in Zusammenarbeit mit V. Suworow. Filme: Nastya and
Yegor (1989); About Flying in Russia (1990);
Happy Days (1991), offizielle Auswahl beim
Internationalen Filmfest in Cannes, Gewinner von fünf nationalen
Preisen; The Castle (1994); Trofilm
(1995), Internationales Filmfest in Berlin, Großer Preis beim
Message to Man International Film Festival in St. Petersburg;
Brother (1997), Internationales Filmfest in Cannes,
Gewinner des zweiten Preises und des FIPRESCI-Preises beim
Internationalen Filmfest in Turin; Of Freaks and Men
(1998), Internationales Filmfest in Cannes, 12 nationale Preise.
|
|
126 Min., Farbe, 35mm
Russisch mit englischen Untertiteln
Regie: Alexej Balabanow
Drehbuch: Alexej Balabanow
Kamera: Sergej Astachow
Musik: B2, Zemphira, Chicherina, Nautilus, Saltykova,
and others
Schnitt: Marina Lipartia
Produzenten: Sergej Seljanow
Produktion: CTB Film Company
Darsteller: Sergej Bodrow, Viktor Suchorukow, Sergej
Makowezky, Gary Houston
Kontakt: Intercinema Art Agency
Druzhinnikovskaya 15
123242 Moskau, Russland
Telefon: 7 095 255 90 52
Fax: 7 095 255 90 82
Email: intercin@online.ru |
|
| |
|
|
The Little Voyage / A kis utazás
Ungarn (1999)
Über den Film
In osteuropäischen Filmen hat die persönliche Geschichte, der
Blick mit den Augen des Volkes auf eine mittlerweile diskreditierte
Vergangenheit, immer eine besondere Stellung eingenommen. In dieser
heiter-sarkastischen Geschichte, die in den 70er Jahren spielt,
gewinnt eine Gruppe ungarischer Teenager den begehrten Preis einer Reise
"ins Ausland" (ein Sommer Arbeit in einem DDR-Jugendlager).
Die angeblichen nationalen Eigenheiten der Deutschen und Ungarn kommen
gelegentlich ins Spiel, aber die wahre Komik entsteht durch
Missverständnisse anderer Art; die übliche Kluft zwischen
Jugendlichen und Erwachsenen wird durch die Notwendigkeit scheinheiliger
"Lippenbekenntnisse" für den Aufbau des sozialistischen
Charakters beeinflusst. Regisseur Mihály Buzás streut von den
widerwilligen jungen Dienern des Staates aufgenommene Amateurfilme ein.
Die Teenager besitzen wenig politische Überzeugung, und es herrscht
nicht gerade viel internationale Solidarität unter den
ungestümen Rebellen, die sich aus der Gruppen-Singstunde
schleichen, um die Freuden des Trinkens, Knutschens und
Rock'n'roll zu erleben. Wie der deutsche Film
"Sonnenallee" hält "The Little Voyage" einen
vergangenen Moment der modernen Geschichte fest, den jeder
wiedererkennen wird, der in einem Teil des kommunistischen Europa
aufgewachsen ist. Der Film ist zu ironisch und zu beißend
unsentimental, um als "nostalgisch" bezeichnet zu werden.
Filmographie des Regisseurs
Zsebcselek aka Pocket Tricks, TV series (1996),
Leptinotarsa avagy privát nyomozati anyag a krumplibogár
titokzatos feltüneserol Magyar-országon aka
Leptinotarsa, Or Facts of a Private Investigation About The
Mysterious Appearance of Potato Beetles In Hungary,(1996) with
Jozsef Szolnoki; Magyar vándor
(anti-utifilm) aka Hungarian Pilgrim
(anti-road movie)
|
|
95 Min., Farbe, 35mm
Ungarisch mit englischen Untertiteln
Regie: Mihály Buzás
Drehbuch: Mihály Buzás, Zoltan Korosi, Gyorgy
Palos
Kamera: Gyorgy Palos
Musik: Zoltan Vegso
Schnitt: Mihály Buzás
Produzenten: Gyorgy Czaban, Mihály Buzás
Produktion: Zsebcselek Csoport in Zusammenarbeit mit MMK,
ORTT, MAFSZ
Darsteller: Jozsef Gyabronka, Arnold Farkas, Jozsef Szikra,
Imola Gaspar, Nora Cseszarik, Erzsebet Dozsa
Kontact: Katalin Vajda, Magyar Filmunio
Varosligeti Fasor 38
1068 Budapest, Hungary
Telefon: 361 351 7760
Fax: 361 352 6734
Email: elender@filmunio.hu
|
|
| |
|
|
Ordinary Bolshevism
Russland (1999)
Über den Film
"Ordinary Fascism" ist der Titel eines einstmals berühmten
kommunistischen Dokumentarfilms über Elemente der
Nazi-Vergangenheit, die den Krieg überdauerten. "Ordinary
Bolshevism" ist das moralische und geschichtliche Äquivalent der
Gegenwart dazu. Der Film gibt einen temporeichen, kritischen Überblick
über die Geschichte der UdSSR und bezieht dabei
eindeutig Stellung. Regisseur Jewgenij Tsymbal setzt geschickt
Archivaufnahmen ein, um seine Behauptung visuell zu unterstreichen, dass
Russland vor der bolschewistischen Revolution bereits eine Nation auf
dem Weg nach oben war - die beginnende Erfolgsgeschichte eines
Landes, das einen ganz anderen Beitrag zur Geschichte des 20.
Jahrhunderts hätte leisten können. Im umstrittensten Teil des
Films werden Nachrichtensendungen über den Aufstieg Lenins im Jahr
1917 deutschen Aufnahmen von Arbeitern etwa zehn Jahre später
gegenübergestellt, als dieses Land kurz davor stand, einem anderen
charismatischen Diktator zu verfallen. "Ordinary Bolshevism"
besitzt die volkstümliche Stimmung und Energie der
unvergesslichsten amerikanischen Kriegsdokumentarfilme, insbesondere
Frank Capras Filmreihe "Why We Fight".
Filmographie des Regisseurs
Jewgenij Tsymbal wurde 1949 geboren und studierte Geschichte an der
Universität von Rostow; später besuchte er die Hochschule
für Regisseure in Moskau. Er nahm am Schriftsteller-Seminar des
Sundance Institute teil und besuchte die Nordisk Folk High School in
Schweden, wo er auch lehrte. Als Original-Regisseur von Mosfilm
drehte er Advocate Barrister Sedov (1988), einen der ersten
Filme, die sich mit der stalinistischen Unterdrückung befassten. Er
erhielt den Sonderpreis und den FIPRESCI-Preis in Mannheim sowie
Auszeichnungen in Los Angeles und von der British Academy for Film and
Television Arts. Im Jahr 1990 drehte er den Film Unextinguished
Moon, der geheime stalinistische Intrigen enthüllt. Er war
für die Kameraführung des zweiten Drehteams in Nikita
Michalkows Film The Barber of Siberia verantwortlich..
|
|
76 Min., Schwarz/Weiß, 35 mm
Russisch mit englischen Untertiteln
Regie: Yevgeny Tsymbal
Drehbuch: Eduard Volodarsky, Vladimir Zheleznikov
Schnitt: Irina Golynkina
Produzenten: Oleg Solodovnikov
Produktion: The Community of Sons and Daughters of the
Motherland, in Zusammenarbeit mit GLOBUS
Kontakt: Intercinema Art Agency
Druzhinnikovskaya 15
123242 Moskau, Russland
Telefon: 7 095 255 90 52
Fax: 7 095 255 90 82
Email: intercin@online.ru |
|
| |
|
|
Otesánek
Tschechische Republik (2000)
Über den Film
Auch wenn mancher glaubt, sie passten nicht in unsere politisch korrekte
Zeit - die wirklich unvergesslichen Märchen waren schon immer
diejenigen, die sich durch eine eigentümliche, aufregende Mischung
aus Phantasie und Grauen auszeichnen. Dies trifft auch auf die beliebte
tschechische Fabel "Otesánek" (vom Verb
"meißeln") zu, in der die Titelfigur, ein in
Kindergestalt zum Leben erweckter Baumstumpf, auf einen
unersättlichen Raubzug durch das Land geht. In seinem vierten
Spielfilm hat der gefeierte surrealistische Filmemacher Jan Svankmajer
diese Geschichte mit Hilfe der bezaubernden Animationen seiner Frau und
Partnerin Eva Svankmajerová mit einer tragischen und zugleich
hintersinnig komischen Geschichte verwoben, die im heutigen Prag spielt.
Der sich verzweifelt nach einem Kind sehnende Karel Horák (Jan
Hartl) malt sich aus, Kinder würden wie Weihnachtsgänse
auf der Straße verkauft, während seine frustrierte Frau Bozena
(Veronika Zilková) nach und nach in stumpfsinnige
Depression versinkt. Aus einer Laune heraus schenkt er ihr einen
geschickt zurechtgeschnitzten Baumstumpf aus dem Garten ihres
Häuschens und muss entsetzt zusehen, wie ihre tiefe Sehnsucht die
Wurzel zum Leben erweckt. Der Appetit des jungen Otík
("Klein-Otto," ein raffiniertes Wortspiel mit Bezug auf
den Titel) wächst und macht bald nicht mehr Halt vor Postboten,
Kohlköpfen und allem oder jedem, das ihm über den Weg
läuft. Inzwischen hat das naseweise Nachbarskind Alzbetka
Stádlerová (die bemerkenswerte Newcomerin Kristina
Adamcová) das tragische Ende des Original-Märchens
gelesen und erkennt, dass sie ihren überfürsorglichen Eltern
(Jaroslava Kretschmerová, Pavel Novy aus "Conspirator of
Pleasure") entwischen und Otík retten muss, wenn sie kann.
Wie immer ist Svankmajers Werk von einer erfreulichen technischen
Präzision; seine Arbeitsweise verbindet große Geduld mit
ausschweifender Fantasie. Schelmisch und ermahnend zugleich, ist
"Otesánek" ein Meisterstück inspirierter Filmkunst
- Svankmajers bisher zugänglichster und bezauberndster Film.
Eddie Cockrell
Filmographie des Regisseurs
Otesánek (2000) Conspirators of Pleasure (Spiklenci slasti, 1996) Auszeichnungen: nominiert für
den Goldenen Leopard, Filmfest Locarno, 1996. Faust (Lekce
Faust, 1994) 97 Min. Trickfilm mit Schauspielern.
Auszeichnungen: Internationaler Fantasy-Filmpreis, Kategorie
Spezialeffekte, Fantasporto-Filmfest 1995. Nominiert für den
besten Film, Fantasporto-Filmfest 1995. Food (Jídlo,
1992) 14 Min.
The Death of Stalinism in Bohemia (1989)10 Min. Animierte Selbstportraits (1989) Flora und Meat
Love (1989) Kurzfilme für MTV, USA. Darkness/Light/Darkness (Tma/Svetlo/Tma,
1989) 7 Min. Auszeichnungen: Ehrenauszeichnung, Kategorie
Kurzfilm, Berlinale 1990. Virile Games (Muzné hry,
1988)17 Min. Spielfilm mit Animation. Auszeichnungen: nominiert
für die Goldene Palme, Kategorie Kurzfilm, Filmfestspiele Cannes,
1989. Another Kind of Love (1988) Musik-Video. Alice (Neco z Alenky,1987) 86 Min. Spielfilm mit
Animation. Auszeichnungen: bester Film (Kategorie
Trickfilme), Annecy. Down to the Cellar (Do
pivnice,1983) 15 Min. Spielfilm mit Animation. Auszeichnungen:
Kritikerpreis, Oberhausen 1983. The Pit, the Pendulum and Hope
(Kyvadlo, jáma a nadeje, 1983)15 Min. Auszeichnungen:
Kritikerpreis - Ehrenauszeichnung, Fantasporto-Filmfest 1985. Dimensions of Dialogue (Moznosti dialogu, 1982) 13 Min.
3-D-Animation. Auszeichnungen: Goldener Bär, Kategorie
Kurzfilm, Berlinale 1983. Jury-Preis, Kategorie Kurzfilm, Berlinale
1983. Grand Prix, Annecy 1983. FIPRESCI-Preis, Annecy 1983.
Regiepreis, Melbourne 1983. Trickfilm-Preis, Melbourne 1983. P.
Stuyvesant-Preis, Melbourne 1983. Hauptpreis, Kategorie Kurzfilm,
Sydney 1983. The Fall of the House of Usher (Zánik domu Usheru,
1981)15 Min. Spielfilm mit Animation. Auszeichnungen: Goldener
Drache, Kurzfilm-Festival, Krakau 1982. Preis FICC. Publikumspreis,
Fantasy-Filmfest, Porto 1982.
Castle of Otranto (Otrantsky zámek, 1977) 15 Min. Leonardo's Diary (Leonarduv denik, 1972) 10 Min.
Auszeichnungen: Nominiert für die Goldene Palme, Kategorie
Kurzfilm, Filmfest Cannes 1974. Jabberwocky (Zvahlav aneb
Saticky Slameného Huberta, 1971) 14 Min. Spielfilm mit
Animation. Auszeichnungen: Großer Preis in der Kategorie
Trickfilme, Oberhausen, 1974. Silver Phoenix, Atlanta, 1974. Don
Juan (Don Sanche, 1970) 30 Min. Spielfilm.
Auszeichnungen: Großer Preis, ARS-Film, Kromeríz
(CZ), 1970. Preis des tschechoslowakischen Kulturministeriums. The Ossuary (Kostnice, 1970)10 Min. Dokumentarfilm.
(Dieser Film existiert in zwei Versionen: 1) mit Kommentaren
des Fremdenführers des Sedlec-Ossariums. 2) mit
Musik-Soundtrack und dem Gedicht "Comment dessiner le portrait
d'un oiseau" von Jacques Prévert
A Quiet Week in the House (Tichy tyden v dome,1969) 13
Min. Spielfilm mit Animation. Auszeichnungen: Preis in Oberhausen,
1971. Preis für den besten Experimentalfilm, Tampere, Finnland,
1971. The Garden (Zahrada, 1968) 19 Min. Spielfilm.
Auszeichnungen: Lion of St. Marco, Kurzfilm-Festival Venedig,
1968. The Flat/The Apartment (Byt, 1968) 13 Min.
Spielfilm mit Animation. Auszeichnungen: Großer Preis,
Oberhausen 1969. Großer Preis, Ars-Film Kromeríz (CZ),
1968. Trilobit (CSFU-Preis), 1968. A Picnic with
Weissmann (Picknick mit Weissmann, 1968)13 Min.
Zeichentrickfilm. Historia Naturae (Historia Naturae, Suita,
1967) 9 Min. Trickfilm. Auszeichnungen: Hauptpreis, Kategorie
Experimentalfilm, Kromeríz (CZ), 1967. Max-Ernst-Preis,
Oberhausen 1968. Punch and Judy (Rakvickarna, 1966) 10
Min. Trickfilm mit Puppen und Schauspielern. Auszeichnungen:
Filmdukaten Mannheim, 1966. Josef-von-Sternberg-Preis,
Mannheim 1968. Et cetera (1966) 8 Min. Trickfilm.
Auszeichnungen: Großer Preis, Kurzfilm-Festival, Karlovy
Vary (CZ), 1967. Hauptpreis, Oberhausen 1967. Trilobit 1967
(CSFU-Preis). Spiel mit Steinen (Hra s kameny,
1966) Johann Sebastian Bach: Fantasia g-moll (1965) 8 Min. Trickfilm mit Schauspielern. Auszeichnungen:
Österreichischer Kulturfilmpreis 1966. The Last Trick (Poslední trik pana Schwarcewalldea a pana Edgara, 1964) 12
Min. Spielfilm mit Animation. Auszeichnungen: Diplôme
spécial, Bergamo 1964. Filmdukaten, Mannheim 1964. Prix de la
première oeuvre, Tours 1964. Premio Dirección General de la
Cultura, Buenos Aires 1964.
|
|
126 Min., Farbe, 35mm
Tschechisch mit englischen Untertiteln
Regie: Jan Svankmajer
Drehbuch: Jan Svankmajer
Kamera: Juraj Galvánek
Animation: Bedrich Glaser, Martin Kublák
Künstliche regie: Eva Svankmajerová, Jan
Svankmajer
Musik: Carl Maria von Weber
Schnitt: Marie Zemanová
Produzenten: Jaromír Kallista
Co-Produzenten: Keith Griffiths
Produktion: Athanor Film Production Company
Co-Produktion: Illuminations Films, FilmFour, Barrandov
Biografia, Staatlicher Fonds der Tschechischen Republik zur
Förderung tschechischer Filmkunst, Tschechische
Literaturstiftung
Darsteller: Veronika Zilková, Jan Hartl,
Jaroslava Kretschmerová, Pavel Novy, Kristina Adamcová
Kontakt: Jaromír Kallista, Athanor
U 5. baterie 21
162 00 Praha 6,
Czech Republic
Telefon: 42 02 24 31 33 83
Fax: 42 02 24 31 33 83
Email: athanor@praha.inet.cz |
|
| |
|
|
Sky Hook / Nebeska Udica
Jugoslawien/Italien (1999)
Über den Film
Belgrad, vor weniger als zwei Jahren. Zum ersten Mal seit mehr als 50
Jahren ist eine europäische Großstadt intensiven, anhaltenden
Luftangriffen ausgesetzt. Wir werden mit mittlerweile vertrauten, aber
immer noch verstörenden Bildern von modernen Menschen konfrontiert,
die sich kleiden und aussehen wie wir und ängstlich in
unterirdische Bunker eilen, um den westlichen Bombern zu entgehen. Wie
Spike Lees "Do The Right Thing" spielt "Sky Hook" in
einem Straßenviertel unter dem Druck endloser Sommerhitze und der
Angst vor Gewaltausbrüchen. Ein ehemaliger Athlet überredet
seine durch Sanktionen und Krieg arbeitslos gewordenen Kumpane, ein
Basketballfeld von den Trümmern einer zerstörten Fabrik zu
frei zu räumen. Nach und nach verleihen die gemeinsamen
Bemühungen, den Platz instand zu halten, und die wilden
Straßen-Basketballspiele ihrem Leben wieder eine gewisse
Normalität. Vor dem Hintergrund des Bombenhagels spielt sich die
universelle Geschichte einer harten, kontrastreichen und verzweifelten
urbanen Gegend, und einer lose verbundenen Gang aus Freunden, Liebhabern
und Rivalen ab, die manchmal aneinandergeraten und manchmal
zusammenhalten - eine klare Metapher für das serbische
Nationalleben in der dramatischen Zeit am Ende des Jahrhunderts, wie
Regisseur Ljubisa Samardzic es erlebte. "Sky Hook" meidet
explizite politische Aussagen und beschränkt sich auf das
menschliche Drama von Familien und Freunden, die die jugoslawische
Hauptstadt nicht verlassen wollen oder können. Der Film stellt
nicht die Meinung des Zuschauers über jene zum Scheitern
verurteilte Regierung in Frage, sondern spricht direkt sein Gewissen in
Bezug auf den Krieg an.
Filmographie des Regisseurs
Ljubisa Samardzic wurde 1936 in Skopje geboren und studierte an der
Belgrader Schauspiel-Akademie. Er ist seit langem einer der
berühmtesten jugoslawischen Filmstars und trat in mehr als 150
Filmen auf. Der Gewinner von sechs jugoslawischen Filmfest-Preisen
für Schauspielkunst erhielt im Jahr 1967 den Preis als bester
Schauspieler beim Filmfest von Venedig für seine Darstellung in
The Morning. Nach dem Zusammenbruch des vereinten Jugoslawien
gründete er die Produktionsfirma Cinema Design (Belgrad),
die er mit seinem Sohn Dragan zusammen besitzt und leitet. Sie
produzierten die schwarze Komödie Wheels, die beim Freedom
Film Festival 2000 gezeigt wurde. Sky Hook ist Samardzics
Regie-Debüt.
|
|
95 Min., Farbe, 35mm
Serbisch mit englischen Untertiteln
Regie: Ljubisa Samardzic
Drehbuch: Djordje Milosavljevic, Srdjan Koljevic
Kamera: Radoslav Vladic
Musik: Vlatko Stefanovski
Schnitt: Marko Glusac
Produzent: Ljubisa Samardzic
Co-Producer: Giacomo Billi
Produktion: Cinema Design
Co-Produktion: Radio-Televizija Srbije
(Belgrade), Cine Enterprise, Viareggio (Italien)
Darsteller: Nebojsa Glogovac, Ana Sofrenovic, Ivan Jevtovic,
Katarina Zutic, Nikola Kojo, Sonja Kolacaric, Dragan Bjelogrlic
Kontakt: Ljubisa Samardzic, Cinema Design
Ustanicka 125/1,
11000 Belgrade, Yugoslavia
Telefone: 381 11 488 8011
Fax: 381 11 488 2377
Email: sinema@EUnet.yu |
|
| |
|
|
A Trial in Prague / Praszky proces Ein Prozeß in
Prag
Tschechische Republik/USA (1999)
Über den Film
1952: Der Krieg ist erst seit sieben Jahren vorbei, doch schon
fürchtet sich Europa vor dem Ausbruch des 3. Weltkriegs. Die
Weltpresse konzentriert sich auf ein schillerndes
Propaganda-Ereignis in der Tschechoslowakei. Bei den
berüchtigten Slansky-Schauprozessen wird vorgegeben, einen
pro-westlichen Spionagering innerhalb der kommunistischen Prager
Regierung aufgedeckt zu haben. Vierzehn Staats- und
Parteifunktionäre wurden des Hochverrats angeklagt. Obwohl sie
unschuldig waren, gestanden sie und wurden verurteilt. Elf der Vierzehn
waren Juden. "A Trial in Prague" ist ein neuer Dokumentarfilm,
der Archivbilder von den Verhandlungen, persönliche Zeugenaussagen
aus der Gegenwart und geheime Staatsdokumente, die erst nach dem Fall
des Eisernen Vorhangs ans Licht gekommen sind, verbindet. Wie
können so viele Menschen dazu gebracht werden, erfundene Verbrechen
zu gestehen? Wie viele andere wussten, oder hätten wissen sollen,
dass die Gerichtsverhandlungen ein Schwindel waren? Wer nahm im Westen
genügend Anteil, um seine Meinung zu sagen? Wer nicht? Und wer
unterstützte die Peiniger aktiv? Regisseurin Zuzana Justman
hält das Gleichgewicht zwischen Mitgefühl für die sehr
menschlichen Opfer der Prozesse und der allgemeineren Besorgnis
über die Tatsache, dass eine ganze Gesellschaft zum Gehorsam
gezwungen werden kann.
Filmographie der Regisseurin
Zuzana Justman wurde in der Tschechoslowakei geboren und lebt heute in
den Vereinigten Staaten. Die Absolventin des Vasser College und der
Columbia University in Slawistik arbeitete als Schriftstellerin und Übersetzerin, bevor sie 1989 ihr Filmdebüt als Produzentin und
Drehbuchautorin von Terezin Diary gab, einem Dokumentarfilm
über das Konzentrationslager des 2. Weltkriegs in der
Tschechoslowakei, wo sie zwei Jahre lang gefangen war. Im Jahr 1993
fungierte sie als Autorin, Produzentin und Regisseurin des Films Czech Women: Now We Are Free. 1999 erhielt sie einen Emmy
für Voices of Children, eine Dokumentation über drei Überlebende
eines Konzentrationslagers.
|
|
82 Min., Farbe & Schwarz/Weiß, 35 mm
Englisch, Tschechisch und Französisch mit englischen Untertiteln
Regie: Zuzana Justman
Drehbuch: Zuzana Justman
Kamera: Miro Gabor, Marek Jicha
Musik: Peter Fish
Schnitt: David Charap
Produzent: Zuzana Justman, Jiri Jezek, Zuzana Cervenkova,
David Charap
Produktion: Pick Productions, Space Films
Kontakt: The Cinema Guild
130 Madison Avenue, 2nd floor
New York, NY 10016 USA
Telefon: 212 685-6242
Fax: 212 685-4717
E-mail: Thecinemag@aol.com |
|
| |
|
|
Yellow Bride / Sari Gyalin
Aserbaidschan (1998)
Über den Film
Das aserbaidschanische Volkslied "Braut in Gelb" ist seit langer
Zeit im Kaukasusgebiet populär, sogar in Armenien. Es handelt von
einer unglücklichen Liebe; die Braut ist ein Symbol für Liebe,
Tod und Schicksal. Der Armenier Gadir und der Aserbaidschaner Artavaz
lebten früher in demselben riesigen Land, der UdSSR. Das war vor
der Unabhängigkeit und dem Ausbruch des
Nagorno-Karabach-Kriegs. Nun hat sie das Schicksal zu Feinden
bestimmt. Durch ein Kriegserlebnis zusammengeführt, werden sie
schließlich von beiden Armeen gejagt. Wahnsinnig vor
Erschöpfung und Angst werden Gadir und Artavaz von einer
Erscheinung der Gelben Braut verfolgt, dem Symbol des heilenden
Friedens, der sich ihren Nationen immer wieder entzieht. Der armenische
und der aserbaidschanische Kommandant, die sie verfolgen, nennen sich
gegenseitig beim Vornamen - die bittere Ironie einer
brüderlichen Freundschaft inmitten eines tödlichen Krieges.
Sieger des Freedom Award 2000 für die beste Arbeit
eines jungen Regisseurs aus den ehemaligen sozialistischen Ländern,
gezeigt beim Karlovy Vary International Film Festival.
Filmographie des Regisseurs
Yaver Rzayev wurde 1956 in Baku, Aserbaidschan, geboren. Er schloss 1982
seine Ausbildung am Kunstinstitut Baku und 1991 am VGIK Moskau ab.
Filme: Gonuncu Addim (1989, Kurzfilm), Haray (1990, Kurzfilm), Fovqelguga (1991,
Dokumentation). Yellow Bride ist sein
Spielfilm-Debüt.
|
|
86 Min., Farbe, 35 mm
Aseri mit englischen Untertiteln
Regie: Yaver Rzayev
Drehbuch: Yaver Rzayev
Kamera: Rochvan Gouliev
Musik: Siyavoush Kerimi
Schnitt: Esmira Alieva
Produzent: Alfi Shukurov
Produktion: Azerbaijanfilm, Azerkinovideo
Darsteller: Haji Ismailov, Janguir Novrouzov, Ramiz Novruz,
Münewer Aliyeva, Ferman Abdullayev
Kontakt: Youssif Sheikhov, deputy of general director,
Azerkinovideo
20 Bulbul Av.
370014 Baku, Azerbaijan
Telefon: 99 412.930.0985
Fax: 99 412.939.296 |
|
| |
|
|
Wojaczek
Polen (1999)
Über den Film
"Rafal Wojaczek war ein rebellischer Poet, der wie Jean-Michel
Basquiat oder Jim Morrison viel zu früh starb. Er starb im Jahr
1971 im Alter von 26 Jahren. Seine durch sein
selbstzerstörerisches Leben inspirierte Dichtung hinterließ
einen tiefen Eindruck bei Generationen von Polen. Er trank, schlug sich
und ging durch Fenster. Bei seinen wiederholten Selbstmordversuchen
hängte er sich auf und sprang aus dem dritten Stock. Er stellte
sich täglich dem Tod und versuchte ihn zu zähmen. Von den
Frauen umschwärmt, liebte er niemanden, nicht einmal sich selbst,
und lebte wie ein Desperado nur für seine Poesie. Er war sich des
Bedürfnisses nach Mythen in der trivialen Realität des
kommunistischen Polen bewusst und brachte sein Leben als Opfer dar."
(Regisseur Lech Majewski)
Filmographie des Regisseurs
Lech Majewski wurde 1953 in Katowice, Polen, geboren und schloss 1977
sein Studium an der Filmschule Lodz ab. Nach zwei Filmen in Polen,
Annunciation (1978) und The Knight (1980),
emigrierte er 1981 in die Vereinigten Staaten. Sein erster
amerikanischer Film war Flight of the Spruce Goose (1985)
mit Karen Black. Im Jahr 1989 führte er Regie bei Prisoner of
Rio, einem Film über den Eisenbahnräuber Ronald Biggs, der
mit ihm zusammen das Drehbuch schrieb. The Gospel According to
Harry (1992) mit Viggo Mortensen and Rita Tushingham spielt
in Kalifornien. 1996 schrieber Basquiat bei dem schließlich
Julian Schnabel Regie führte, bevor er nach Polen
zurückkehrte, um The Roe's Room (1997) zu
drehen. Majewski ist Dichter, Schriftsteller, Komponist,
Bühnenbildner, Regisseur und Produzent.
|
|
90 Min., Schwarz/Weiß, 35 mm
Polnisch mit deutschen Untertiteln
Regie: Lech Majewski
Drehbuch: Lech Majewski, Maciej Melecki
Kamera: Adam Sikora
Schnitt: Elliot Ems
Produzent: Henryk Romanowski
Produktion: Filmcontract in association with TVP, Agencja
Produkcji Filmowej Komitetu Kinematografii
Darsteller: Krzysztof Siwczyk, Dominika Ostalowska,
Elzbieta Okupsda, Andrzej Mastalerz
Kontakt: Urszula Suszko, film promotion coordinator,
Filmcontract,
Chelmska 21,
00 724 Warszawa, Polen
Telefon: 48 22 841 65 78
Fax: 48 22 841 65 91
Email: filmcont@pol.pl |
| |
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
|